4.1 Schulungsziele

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Immer mehr Firmen, Behörden und andere Organisationen überdenken den Einsatz von Gnu/Linux. War in der Vergangenheit fast ausschliesslich das Segment der Server davon betroffen, so greift diese Entwicklung vermehrt auch auf den Bereich des Desktops über. Die Gründe hierfür sind vielfältig: günstige Kostenstrukturen, Unterstützung verschiedenster Hardwaresysteme und das Misstrauen gegenüber proprietären Betriebssystemen in sicherheitsrelevanten Abteilungen. Dadurch, dass Anwendungen teilweise nur noch für Linux und nicht (mehr) für Windows angeboten werden stehen IT-Entscheidungsträger sowie behinderte Mitarbeitende vor der Frage, wie die Zugänglichkeit des Systems auch für sinneseingeschränkte Personen sichergestellt werden kann.

Gnu/Linux kann zur Zeit (noch) nicht das bieten, was Windows-Systeme leisten können. Dies gilt vor allem für den Bereich von Screenreadern und Vergrößerungssystemen für Blinde und Sehbehinderte.

Wenn der Einsatz einer grafischen Benutzeroberfläche vorgesehen ist, dann gibt es für Blinde bzw. Sehbehinderte einen kostenlosen Screenreader namens Orca. Orca ist Teil des Gnome-Projekts. Es kann auch KDE prinzipiell auf die Funktionalität von Orca zurückgreifen. Es muss allerdings gesagt werden, dass Orca noch kein fertiges Produkt ist. Es befindet sich noch in der Entwicklung, zeigt aber schon gute Ergebnisse.

Bei Gnome und KDE unter GNU/Linux existiert eine offene und dokumentierte Schnittstelle namens AT-SPI, die heute schon jeder Programmierer kostenlos einsetzen kann. Leider ist dies oftmals nicht der Fall. Derartige Programme bleiben dann nicht zugänglich.


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