4.4.1.4 Modul 3 – Textverarbeitung

Aus SUE

Wechseln zu: Navigation, Suche

Adobe-Reader-Symbol Modul 3: Textverarbeitung


Autoren: Andrea Gaal, Gerhard Jaworek

Gestaltung: Susanne Schneider

Datum: 25.11.2009

Copyright: Copyright © 2009 KIT - Studienzentrum für Sehgeschädigte


Inhalte:

  • Textgestaltung
  • Textformatierung
  • Gliederung und Inhaltsverzeichnis
  • Tabellen


Inhaltsverzeichnis

Verwenden von Writer

Das verwendete Textverarbeitungsprogramm ist der OpenOffice.org „Writer“.

Starten und Beenden des Textverarbeitungs-programms, Öffnen bzw. Schließen von Dokumenten

Unter ANWENDUNGEN–BÜRO finden Sie die OpenOffice.org Textverarbeitung.Aktivieren Sie diesen Menüpunkt, öffnet sich OpenOffice.org Writer mit einer leeren Seite. Wählen Sie im Dateibrowser „Nautilus“ ein Dokument mit der Endung „.odt“ aus, so öffnet sich Writer mit dem ausgewählten Dokument.

Beendet wird Writer mit (Alt+F4) oder über das Dateimenü.

Wurden Änderungen am Dokument nicht gespeichert, so wird automatisch nachgefragt („Speichern unter“-Dialog). Innerhalb des Writers können vorhandene Dokumente über DATEI–ÖFFNEN (Strg+o) geöffnet werden (Dialog mit Verzeichnis- und Dateiauswahl).


Der Dialog ist folgendermaßen aufgebaut:

  • Standardmäßig sucht Writer im Home-Verzeichnis.
  • Die erste fokussierte Liste enthält alle Ordner und Dateien im Homeverzeichnis.
  • Je nach eingestelltem Dateityp können verschiedene Dateien ausgeblendet sein.
  • Mit der Cursor- und der Entertaste wählen Sie den Ordner bzw. die Datei aus.
  • Mit (Tab) gelangen Sie zum Auswahlfeld Dateityp. Hier stellen Sie ein, nach welchem Dateityp Sie suchen möchten.
  • Daneben befindet sich ein Schalter, der die Dateitypen in Kategorien einteilt. So werden beispielsweise unter „Textdokument“ alle Arten von Texten (doc, odt, txt ...) zusammengefasst.
  • Das Ankreuzfeld „Nur lesen“ öffnet ein vorhandenes Dokument nur zum Lesen.
  • „Abbrechen“ schließt den gesamten Dialog, „Öffnen“ öffnet das ausgewählte Dokument.

Wechseln zwischen offenen Dokumenten

Sie können so viele Dokumente öffnen, wie Sie möchten.

Mit (Alt+Tab) bzw. (Shift+Alt+Tab) wechseln Sie zwischen den geöffneten Dokumenten. Das aktuelle Dokument wird mit (Strg+F4) geschlossen.

Navigieren in Dokumenten

Grundsätzlich stehen alle Navigations-Funktionen, wie z. B. zeichen-, wort-oder zeilenweises Springen zur Verfügung (siehe Kap. 3.2).

Für strukturierte Dokumente bietet Writer einen Navigator an; er wird mit (F5) aufgerufen. Mit ihm können Sie beispielsweise direkt zu einer Überschrift springen.

Auch andere Strukturelement, wie Verzeichnisse, Tabellen und Hyperlinks sind direkt navigierbar.

Es öffnet sich die Baumansicht, in welcher die Strukturelemente angezeigt werden. Mit (Cursor rechts) öffnen Sie die jeweilige Auflistung. Diese enthält nur dann Einträge, wenn tatsächlich welche vorhanden sind. Mit der Enter-Taste wählen Sie den Eintrag aus. Der Textcursor positioniert sich an dieser Stelle im Dokument; Sie erhalten darüber erst Rückmeldung, sobald Sie den Navigator schließen. Mit (Cursor links) werden die Listen wieder eingeklappt. Mit (Esc) wird der Navigator geschlossen.

Erstellen eines neuen Dokuments basierend auf einer Vorlage

Jedes Dokument basiert auf einer Druckvorlage. In dieser wird festgelegt, wie das Dokument aussehen soll. Sie kann auch Textteile, Platzhalter oder Logos enthalten.OpenOffice.org bietet einige Vorlagen an. Standardmäßig basiert jedes neue leereDokument auf der Vorlage „Standard“.Unter DATEI–NEU–VORLAGEN UND DOKUMENT öffnet sich der Manager.

Hierbei kommt es zum Absturz von OpenOffice.org; dies liegt an den Accessibility-Funktionen. Der Fehler ist bekannt und sollte beim nächsten Update behoben sein.

Speichern von Dokumenten

Wie im Editor „gedit“ befinden sich auch im Dateimenü von Writer die beiden Einträge SPEICHERN und SPEICHERN UNTER.Im „Speichern unter“-Dialog können Sie den Speicherort, den Dateityp und den Dateinamen des Dokuments festlegen.Der „Speichern“-Dialog führt eine Sicherung des Dokuments aus und fragt nur nach, wenn noch kein Ort bzw. kein Dateiname festgelegt wurden.

Hilfefunktion

(F1) ruft das OpenOffice.org Hilfesystem auf.Es besteht aus mehreren Seitenreitern, wie z. B. Index. So haben Sie entweder die Möglichkeit über die Listenauswahl bzw. über die Suchseite Hilfe zu erhalten.

Erstellen eines Dokuments

Eingabe von Text in ein Dokument

Nach dem Öffnen von Writer befinden Sie sich in einem leeren Textdokument mit Namen „Unbenannt1“.Sie können direkt Text eingeben und beim ersten Speichern den Dateinamen festlegen.

Navigieren im Text

Folgende Tastenkombinationen dienen zur Navigation

Navigation auf dem Desktop
(Pfeil links/rechts) Bewegt den Cursor zeichenweise
(Strg+Pfeil links/rechts) Bewegt den Cursor wortweise
(Pos1) Setzt den Cursor an den Zeilenanfang
(Ende) Setzt den Cursor an das Zeilenende
(Pfeil hoch/runter) Bewegt den Cursor zur vorherigen bzw. zur nächsten Zeile
(Bild hoch/runter) Springt ungefähr eine halbe Seite nach oben bzw. unten
(Strg+Pos1) Cursor springt an den Anfang des Dokuments
(Strg+Ende) Cursor springt an das Ende des Dokuments

Markieren von Textbereichen

Die wichtigste Taste zum Markieren ist die Shift-Taste.Zusammen mit den Navigationsbefehlen werden die entsprechenden Texteinheiten markiert, z. B.:

(Shift+Pfeil links/rechts) Markiert zeichenweise
(Shift+Strg+Pfeil links/rechts) Markiert wortweise
(Shift+Pfeil runter) Markiert zeilenweise nach unten

Jede Markierung kann wieder aufgehoben werden, indem Sie den Markierbefehl in die andere Richtung anwenden. Haben Sie beispielsweise mit (Shift+Pfeil runter) eine Zeile zu viel markiert, können Sie mit (Shift+Pfeil hoch) die Markierung zeilenweise aufheben. Bitte beachten Sie beim Markieren, dass ein Navigationsbefehl ohne (Shift) alle Markierungen auf einmal aufhebt. Markierte Bereiche werden angesagt und auf der Braillezeile mit den Punkten 7 und 8 unterlegt dargestellt.

Löschen eines Textes

Die Taste (Entf) löscht zeichenweise rechts vom Cursor auf der Braillezeile immer das Zeichen unter dem Cursor. Die restlichen Zeichen werden nach links verschoben. Die Rück- oder Backspace-Taste löscht zeichenweise links vom Cursor.

Die Einfüge-Taste schaltet zwischen dem Einfüge- und dem Überschreibmodus um. Standardmäßig ist der Einfügemodus aktiv, das bedeutet, dass Text eingefügt und der folgende Text nach hinten verschoben wird.Im Überschreibmodus wird bestehender Text überschrieben.

Möchten Sie mehr als zeichenweise löschen, markieren Sie die entsprechenden Textstellen und drücken die Entf-Taste.

Verwendung des Befehls Rückgängig und Wiederherstellen

Zwischen jeder Speicherung merkt sich Writer, welche Veränderungen Sie an ihrem Dokument vorgenommen haben. Dies bezieht auch gelöschte Textstellen mit ein.

Mit dem Befehl Rückgängig (Strg+z) können Sie Schritt für schritt die Änderungen in umgekehrter Reihenfolge zurücknehmen.

Sobald Sie das Dokument speichern, werden die Änderungen festgehalten und können nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Verwendung der Funktion Suchen und Ersetzen

Entweder über das Menü BEARBEITEN–SUCHEN & ERSETZEN oder mit der Tastenkombination (Strg+f) öffnen Sie den „Suchen & Ersetzen“-Dialog.

Hier geben Sie Ihren Suchbegriff ein und können entscheiden, ob der Text durch einen anderen ersetzt oder gefunden werden soll.

Verschiedene Optionen, z. B. „Groß-/Kleinschreibung beachten“ können die Suche verfeinern. Der Suchdialog schließt nicht automatisch, wenn der Suchbegriff gefunden wurde. Sie schließen ihn mit (Esc).

Sie gelangen nun mit dem Cursor direkt hinter den Suchbegriff; dieser ist markiert.

Ein-und Ausblenden von nicht druckbaren Zeichen.Leerzeichen, Absatzendzeichen, manuellem Zeilenumbruch, Tabstopp-Füllzeichen

Ein Textdokument besteht nicht nur aus Textzeichen. Zeilenumbrüchen, Seitenumbrüchen und Tabulatorzeichen sind für die Formatierung mit verantwortlich und werden nicht gedruckt.

Ein Tabulatorzeichen weist z. B. einen Drucker an, einige Leerstellen im Text frei zu lassen.

Ein Seitenumbruchzeichen veranlasst, dass auf einer neuen Seite gedruckt wird, unabhängig davon, wie voll bzw. leer die aktuelle Seite ist.

Da Writer bei der Eingabe von Fließtext automatisch neue Zeilen und Seiten beginnt, muss unterschieden werden, welche Umbruchbefehle von Ihnen gewollt sind und welche der Automatismus von Writer erzeugt.

Möchten Sie an einer Textstelle eine Leerzeile einfügen, drücken Sie die Enter-Taste.

Writer weiß nun, das an dieser Stelle Ihr Zeilenumbruch in jedem Fall erhalten bleibt, unabhängig davon, welche Formatierbefehle im Nachhinein noch gemacht werden (z. B. Papiergröße).

Manchmal ist es notwendig, sich diese Steuerzeichen im Dokument anzeigen zu lassen. Sie können über das Menü ANSICHT–STEUERZEICHEN oder (Strg+F10) ein- und ausgeblendet werden.

Eingabe von Symbolen bzw. Sonderzeichen

In Writer stehen Ihnen je nach Schrifttyp wesentlich mehr Zeichen zu Verfügung als mit der Tastatur eingegeben werden können.

Unter EINFÜGEN-SONDERZEICHEN öffnet sich der Dialog, in dem Sie den Schrifttyp, die Zeichenkategorie (Währungszeichen) und das Sonderzeichen selbst auswählen können.

Die Auswahl des Sonderzeichens ist momentan für blinde Nutzer nicht zugänglich.

Für häufig benutzte Sonderzeichen stehen Tastenkominationen zur Verfügung:

(AltGr+e) Eurozeichen
(Shift+4) Dollarzeichen
(Shift+5) Prozentzeichen
(Shift+3) Paragraphzeichen

Wechseln zwischen den verschiedenen Ansichten

Standardmäßig wird ein Dokument in der Druckansicht dargestellt.

Das Dokument sieht am Bildschirm ähnlich aus wie in der gedruckten Version.

Eine weitere Ansicht ist die Ansicht „Steuerzeichen“, in der auch nicht druckbare Zeichen wie Leerzeichen und Zeilenumbrüche sichtbar sind.

Die Ansicht „Weblayout“ stellt das Dokument so dar, als würden Sie es im Webbrowser betrachten.

Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, im Menü ANSICHT verschiedene Symbolleisten, wie z. B. Werkzeugleisten, ein- und auszublenden.

Rechtschreibprüfung

Unter EXTRAS–RECHTSCHREIBUNG ... oder (F7) öffnet sich der Dialog zur Rechtschreibprüfung.

Writer sucht nach Fehlern und bietet Korrektur-Vorschläge an. Wird ein Wort als falsch erkannt, bei dem Sie sich sicher sind, dass es richtig geschrieben wurde, können Sie es in das Wörterbuch aufnehmen. Kommt ein falsches Wort mehrfach vor, können Sie es an allen Stellen im Dokument mit einem Befehl ändern.


Das falsche Wort wird leider nicht automatisch vorgelesen. Sie finden es indem Sie mit (Tab) zum Punkt „Nicht im Wörterbuch“ navigieren. Mit (Pfeil links/rechts) aktualisieren Sie das Textfeld und das „falsche Wort“ erscheint. Im Rest des Dialogs (Tab) stellen Sie ein, wie damit verfahren werden soll. Mit (Esc) schließen Sie den Dialog.


Blinden und Sehbehinderten ist dringend von den beiden Funktionen Autokorrektur und Wortergänzung abzuraten. Standardmäßig sind diese eingeschaltet. Unter EXTRAS-AUTOKORREKTUR-OPTIONEN befindet sich der Seitenreiter „Wortergänzung“. Hier können Autokorrektur und Wortergänzung deaktiviert werden.

Anwendung der Automatischen Silbentrennung

Standardmäßig verschiebt Writer Wörter, die nicht mehr in eine Zeile passen, in die nächste. Falls gewünscht, können Sie dieses Verhalten unterdrücken, indem Sie die

automatische oder manuelle Silbentrennung verwenden.

Über FORMAT–FORMATVORLAGEN oder über (F11) öffnet sich der Formatvorlagen-Dialog.Dieser ist leider nicht zugänglich.

Über das Menü EXTRAS–SPRACHE–SILBENTRENNUNG öffnen Sie den manuellen „Silbentrennungs-Dialog“. Wie bei der Rechtschreibprüfung erhalten Sie hier Trennvorschläge oder können selbst Trennpunkte festlegen oder das Trennen bestimmter Wörter verbieten.

Formatierung

Text

Textformatierung: Schriftgröße, Schrifttyp, Schriftschnitt, Schriftfarbe, Hoch-/Tiefstellung

Markieren Sie den Text, auf den eine Formatierung angewendet werden soll.

Unter FORMAT–ZEICHEN ... öffnet sich der Dialog mit 5 Seitenreitern:


  • Schrift
  • Schrifteffekt
  • Position
  • Hyperlink
  • Hintergrund

Auf dem Seitenreiter „Schrift“ stellen Sie den Schrifttyp, die Schriftgröße und Schriftschnitt (fett, kursiv) ein.

„Schrifteffekte“ bietet weitere Einstellungen, wie z. B. Relief, Schatten und Schriftfarbe.

Im Bereich „Position“ können Sie Einstellungen zur Hoch- und Tiefstellung sowie zur Rotation vornehmen.

Der Seitenreiter „Hyperlink“ dient zum Anlegen einer Webverlinkung.

In „Hintergrund“ können Hintergrundfarben und Effekte ausgewählt werden.

Textausrichtung

Unter FORMAT–ABSATZ öffnet sich ein Dialog mit 8 Seitenreitern.

Gehen Sie hier auf den Seitenreiter „Ausrichtung“.

Dort legen Sie fest, ob Ihr markierter Text linksbündig, rechtsbündig, zentriert oder im Blocksatz formatiert werden soll.

Absätze

Die einfachste Form eines Absatzes ist ein manueller Zeilenumbruch. Auch Aufzählungs- und Nummerierungszeichen unterteilen das Dokument in Absätze.

Unterschiedliche Absatztypen haben verschiedene Auswirkungen auf das Layout, z. B. Einrückung, größerer Abstand, usw.

Einzüge, Absätze und Zeilenabstand

Unter FORMAT–ABSATZ öffnet sich ein Dialog mit 8 Seitenreitern.

Gehen Sie auf den Seitenreiter „Einzüge und Abstände“.

Hier legen Sie fest, wie ein Absatzwechsel dargestellt werden soll.

Einzüge beziehen sich auf die Randeinstellungen, die über „Vor Text“ und „Nach Text“ eingestellt werden können.


„Über Absatz“ und „Unter Absatz“ gibt den Abstand vor und nach einem Absatz an.


Den Zeilenabstand legen Sie ebenfalls über diesen Seitenreiter fest.

Hierbei bedeutet „Proportional“, dass der Abstand sich an der aktuellen Schriftgröße orientiert. Eine Proportional-Einstellung von 120% ist empfehlenswert.


Die anderen Seitenreiter sind selbsterklärend und können von Ihnen getestet werden.

Einfügen und Entfernen eines Absatzwechsels

Einen Absatzwechsel fügen Sie über die Enter-Taste ein. Im Fließtext erzeugt der Wechsel eine neue Zeile, innerhalb einer Aufzählung das nächste Aufzählungszeichen und innerhalb einer Nummerierung die nächste Nummer.

Möchten Sie einen Zeilenumbruch in einer Nummerierung oder Aufzählung erzeugen, ohne dass ein neues Aufzählungszeichen eingefügt wird, drücken Sie (Shift+Enter).


Möchten Sie eine Absatzmarke wieder löschen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Navigieren Sie zum Ende der Zeile, an der der Zeilenumbruch entfernt werden soll.
  • Das Drücken der Entf-Taste verbindet die aktuelle mit der unteren Zeile. Dadurch wird es manchmal notwendig, ein Leerzeichen einzufügen, um Wörter voneinander zu trennen.

Aufzählungen und Nummerierungen

Eine Aufzählung leiten Sie durch ein Aufzählungszeichen, wie z. B. eine Nummer, Spiegelstrich oder Sternchen, ein. Von nun an erzeugt Writer bei jedem manuellen Zeilenumbruch ein neues Aufzählungselement. Möchten Sie diesen Automatismus verlassen, löschen Sie mit der Rücktaste das letzte Aufzählungszeichen.

Unter FORMAT–ABSATZ befindet sich der Seitenreiter „Nummerierung“.

Hier lässt sich über die Nummerierungsvorlage der Aufzählungstyp festlegen.

Fußnoten

Fußnoten dienen zum Anmerken weiterer Informationen am Seitenende; bei Endnoten stehen diese Informationen am Dokumentende.Writer nummeriert die Fußnoten in Ihrem Dokument automatisch.


So fügen Sie eine Fuß- oder Endnote ein:

  • Klicken Sie im Dokument an die Stelle, wo der Anker für die Note stehen soll!
  • Wählen Sie den Menübefehl EINFÜGEN–FUSSNOTE, mit dem Sie den Dialog „Fußnote einfügen“ öffnen!
  • Wählen Sie im Bereich „Nummerierung“ entweder „Automatisch“ oder „Zeichen“.Bei “Automatisch“ werden die Fußnoten mit der Zahl 1 beginnend durchnummeriert!
  • Wählen Sie im Bereich „Art“ zwischen „Fußnote“ und „Endnote“!
  • Klicken Sie auf OK!
  • Geben Sie die Note ein!
  • Über die Taste (Bild hoch) gelangen Sie wieder an die Stelle im Dokument, an der Sie die Fußnote gesetzt haben.

Vorsicht: Sie müssen mit (Shift+Tab) rückwärts durch den Dialog navigieren, bis Sie den ok-Button gefunden haben.

Mit Tab gelangen Sie automatisch in ein Textfeld für die Zeichenauswahl, aus dem Sie nicht mehr heraus können und Writer abstürzt.


Unter FORMAT–SEITENEINSTELLUNGEN–FUSSNOTE können Sie Einstellungen zur Positionierung und Gestaltung des Fußnotenbereiches vornehmen.

Seitengestaltung

Einrichtung einer Seite: Seitenränder, Ausrichtung, Kopf- und Fußzeile, Seitennummerierung

Seitenränder, Seitenausrichtung sowie Kopf- und Fußzeilen werden über FORMAT–SEITENEINSTELLUNGEN... eingerichtet.

Der Dialog besteht aus 8 Seitenreitern. Wir werden hier nur auf die wichtigsten Einstellungen eingehen.

Der Seitenreiter „Seite“ enthält die wichtigsten Seiteneinstellungen, wie Papierformat, Ausrichtung (hoch, quer) und Richtung.


Auf den Seitenreitern Kopfzeile und Fußzeile werden die Einstellmöglichkeiten erst aktiviert, wenn „Kopf-/Fußzeile einschalten“ angekreuzt ist.

Das Ankreuzfeld „Inhalt links/rechts gleich“ bezieht sich auf die Position der Kopf-/Fußzeile und sollte bei doppelseitigem Druck deaktiviert werden, damit die Kopf-/Fußzeile auf der linken Seiten am linken Seitenrand und auf der rechten Seiten am rechten Rand ausgerichtet werden.

Die beiden Parameter „linker und rechter Rand“ legen fest, wie weit die Kopf-/Fußzeile vom Rand eingerückt wird.

„Abstand“ bestimmt, wie weit die Kopfzeile vom darunter liegenden Text entfernt ist, bei Fußzeilen, wie weit sie vom unteren Textrand entfernt sein soll.

Ist „Dynamischer Abstand“ aktiviert, werden die Abstände von Fußzeilen aufgrund der verwendeten Schriftgröße dynamisch berechnet.

„Höhe“ legt die Höhe des Kastens für die Zeile fest. Ist „Dynamisch“ angekreuzt, wird die Kastenhöhe aufgrund des Inhalts und der Schriftgröße berechnet.

Das Untermenü „Zusätze“ bietet Einstellungen zur Umrandung und zum Hintergrund der Zeile an.


Seitennummerierung

Sie müssen sich zunächst entscheiden, ob die Nummerierung in der Kopf- oder Fußzeile einer Seite erscheinen soll. Dementsprechend müssen Sie zuerst über den Menübefehl EINFÜGEN–KOPFZEILE–STANDARD oder EINFÜGEN–FUSSZEILE- STANDARD diesen Bereich aktivieren.

Sie können nun in das Feld ggf. Text eingeben. Möchten Sie nur die Seitennummern, klicken Sie EINFÜGEN–FELDBEFEHL–SEITENNUMMER und die Seitenzahlen werden automatisch eingefügt. Standardmäßig wird die Zahl links positioniert.

Über FORMAT–ABSATZ, Seitenreiter AUSRICHTUNG, „zentriert“ positionieren Sie die Seitenzahl in der Mitte.

Mit (Bild hoch) gelangen Sie zurück in das Dokument.

Seitenumbruch

Grundsätzlich bricht Writer automatisch Seiten um, wenn sie voll sind.

Möchten Sie einen Seitenumbruch erzwingen, bewegen Sie den Cursor zur Textstelle, an der der Umbruch erfolgen soll und fügen Sie über EINFÜGEN–MANUELLER UMBRUCH ... den Seitenumbruch ein.

Unabhängig davon, ob das Seitenlayout im Nachhinein verändert wird, beginnt an dieser Stelle eine neue Seite. Dies kann zu Problemen führen, wenn der Text vor dem eingefügten Umbruch nachträglich geändert wird.

Formatvorlagen

Das Layout verschiedener Textteile, z. B. Überschriften und Aufzählungstypen, wird in Formatvorlagen festgelegt.Eine Formatvorlage wird auf einen zuvor markierten Bereich angewendet.


Über das Menü FORMAT-FORMATVORLAGEN oder (F11) öffnet sich das Formatvorlagen-Fenster. Wird das Fenster nicht automatisch fokussiert (Wechsel vom Textfenster ins Formatvorlagen-Fenster), können Sie mit (F6) zwischen den Fenstern wechseln. Drücken Sie so oft (F6), bis Sie „Formatvorlagen“ angezeigt wird.


Die wichtigsten Vorlagen sind über Kurztasten direkt zu erreichen:

(Strg+0) Textkörper
(Strg+1) Überschrift Ebene1
(Strg+2) Überschrift Ebene2
(Strg+3) Überschrift Ebene3
(Strg+4) Überschrift Ebene4
(Strg+5) Überschrift Ebene5
(Strg+Shift+F11) Vorlage aktualisieren
(F11) Formatvorlagen anzeigen, bei erneutem Drücken schließt das Fenster wieder
(Shift+F11) Neue Formatvorlage aus Selektion erstellen
Tastenkürzel für den Dialog„Vorlage erzeugen“
(Pfeil hoch/runter) Vorlagennamen auswählen
(Strg+F11) Vorlagenkatalog

Mit (Orca-Taste+f) werden Schriftname, Schriftgröße und Schriftschnitt angesagt. Leider fehlt die Information, welche Druckvorlage aktiv ist.

Tabellen

Tabellen werden im Writer als spezielle Objekte behandelt.

Dies ermöglicht, dass automatisch Berechnungen durchgeführt werden können und Navigationsfunktionen speziell für Tabellen verfügbar sind.

Erstellen einer Tabelle

Mit TABELLE–EINFÜGEN–TABELLE öffnet sich der Dialog „Tabelle erzeugen“.

Hier legen Sie den Tabellennamen und die vorläufige Spalten- und Zeilenzahl fest.

Das Ankreuzfeld „Überschrift“ legt fest, ob die Zellen der ersten Zeile als Überschriften (Tabellenkopf) interpretiert werden sollen. Ist es aktiviert, können Sie mit „Überschrift wiederholen“ einstellen, ob die Tabellenüberschriften erneut gedruckt werden sollen, falls die Tabelle über mehrere Seiten geht.

Das Eingabefeld „Die ersten Zeilen“ legt fest, wie viele Zeilen als Überschrift interpretiert werden.Ist „Tabelle nicht trennen“ angekreuzt, versucht OO Writer die Tabelle auf möglichst wenige Seiten unterzubringen. Z. B., passt die Tabelle nicht mehr auf die aktuell begonnene Seite, wird sie auf die nächstfolgende Seite verschoben.

Mit „Umrandung“ blenden Sie die Gitternetzlinien (Rand um jede Zelle) beim Druck ein bzw. aus.

Mit „OK“ schließt sich der Dialog und Sie befinden sich auf der Zelle A1 der Tabelle.

Eingabe und Bearbeitung von Daten in einer Tabelle

Navigieren innerhalb einer Tabelle:

(Tab) Zellenweise von links nach rechts durch die Tabelle
(Shift+Tab) Zellenweise rückwärts
(Pfeil hoch/runter) Jeweils eine Zeile hoch und runter, Spalte bleibt unverändert
(Strg+a) gesamte Tabelle markieren
(Shift+Pfeil rechts) Zellen von links nach rechts markieren
(Shift+Pfeil runter) Zellen von oben nach unten markieren

Sobald Sie zu schreiben beginnen, werden die Daten automatisch in die Zelle eingegeben, in der der Cursor steht.

Innerhalb einer Zelle funktionieren die normalen Standard Markier- und Editier-Funktionen, wie Löschen, Zellenanfang, Zellenende usw..

Einfügen bzw. Löschen von Zeilen und Spalten

Unter TABELLE–EINFÜGEN können Sie, sofern Sie sich innerhalb einer Tabelle befinden, Zeilen und Spalten hinzufügen.

Es öffnet sich ein Dialog, in dem Sie gefragt werden, wie viele Zeilen oder Spalten eingefügt werden sollen.

Zusätzlich können Sie auswählen, wo von der aktiven Zelle aus gesehen bzw. eingefügt werden soll. Es gibt die beiden Möglichkeiten „davor“ und „danach“.

Sollen Spalten eingefügt werden, bedeutet „davor“, dass die Spalte links von der aktuellen Spalte und „danach“ rechts davon eingefügt wird.

Bei Zeilen bedeutet „davor“ oberhalb und „danach“ unterhalb der aktuellen Zeile.

Formatieren einer Tabelle

Je nachdem, welche Daten eine Tabelle aufnehmen soll, kann die Lesbarkeit durch spezielle Formatierungsoptionen erhöht werden.

Zahlenwerte werden z. B. rechtsbündig formatiert, während Text linksbündig angeordnet wird. Verschiedenen Linientypen zwischen Zeilen oder Spalten sowie farbliche Hinterlegungen erleichtern die Orientierung innerhalb der Tabelle.


Der Dialog zum Formatieren der Tabelle wird über das Menü TABELLE–TABELLENEIGENSCHAFTEN aufgerufen.

Auf den 5 Seitenreitern „Tabelle“, „Textfluss“, „Spalten“, „Umrandung“ und „Hintergrund“ stehen die Formatieroptionen zur Verfügung.

Es sind leider nicht alle Optionen 100%-ig zugänglich.

Z. B. kann auf dem Seitenreiter „Umrandung“ die Strichstärke ausgewählt werden, wobei keine Information über die Linienart ausgegeben wird. In den meisten Fällen sind die automatischen Einstellungen ausreichend.

Berechnungen und Formeln

In Tabellen können einfache Berechnungen durchgeführt werden.

Das Entwickeln einer Formel ist für Sehende aufgrund der grafischen Oberfläche relativ einfach.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Formel textuell zu beschreiben.

Für umfangreichere Berechnungen empfiehlt es sich dringend, ein Tabellenkalkulationsprogramm, wie z. B. OpenOffice.org Calc, zu verwenden.


So führen Sie eine einfache Addition durch:

  • Erstellen Sie eine Tabelle mit mindestens einer Spalte und mehreren Zeilen.
  • Tragen Sie in die Zeilen A1 bis A3 Zahlen ein.
  • Positionieren Sie den Cursor auf die Zelle A4.
  • Drücken Sie (F2), um das Textfeld für die Formeleingabe zu öffnen. Jede Formel wird durch ein = Zeichen eingeleitet; es darf nicht gelöscht werden.
  • Um die drei Zahlen zu addieren, geben Sie Folgendes ein:
  • <A1>+<A2>+<A3>
  • Schließen Sie die Eingabe mit (Enter) ab. In der Zelle erscheint das Ergebnis der Addition.

Datentypen

Mittels Datentypen werden Inhalte in verschiedene Kategorien unterteilt.

Unter TABELLE–ZAHLENFORMAT... kann eingestellt werden, wie verschiedene Tabelleninhalte dargestellt werden sollen.

Die Kategorie „Datum“ kann z. B. so eingerichtet werden, dass der Monat ausgeschrieben wird.

Bei „Zahl“ können Sie standardmäßig zwei Nachkommastellen einstellen.

„Währung“ veranlasst, dass automatisch hinter jede Zahl ein Währungszeichen gesetzt wird.

Markieren Sie dazu den Bereich, auf den die Formatierung angewendet werden soll und tätigen Sie die gewünschten Einstellungen.

Verzeichnisse und Indexe

Voraussetzung zur Erstellung von Verzeichnissen ist, dass Sie Formatvorlagen für Überschriften, Hyperlinks etc. benutzen. Ansonsten kann Writer die formatierte Überschrift nicht zuordnen.

Inhalts-, Abbildungs- und Tabellenverzeichnisse

Für dieses Kapitel benötigen Sie ein Dokument mit mehreren Überschriften. Diese müssen bestimmten Formatvorlagen zugewiesen sein.

Hinweis: (Strg1-3)Setzt Überschrift Ebene 1-3; der Text muss markiert sein!


Stellen Sie den Cursor an die Position (z. B. Dokumentanfang oder Dokumentende), an der das Inhaltsverzeichnis eingefügt werden soll.

Unter EINFÜGEN–VERZEICHNISSE–VERZEICHNISSE... öffnet sich der Dialog zum Erstellen des Inhaltsverzeichnisses.

Dieser besteht aus 5 Seitenreitern:“Verzeichnis“, „Einträge“, „Vorlagen“, „Spalten“ und „Hintergrund“. Hier können Sie unter anderem Verzeichnisüberschrift, Art des Verzeichnisses (Inhaltsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Tabellenverzeichnis usw.) auswählen.

Das Ankreuzfeld „Geschützt vor manuellen Änderungen“ verhindert, dass im Verzeichnis Änderungen durchgeführt werden. Das bedeutet, dass Sie den zu ändernden Text zunächst in der betreffenden Überschrift ändern und anschließend das Verzeichnis aktualisieren müssen.

Bei „Abbildung“ wird die Beschriftung über das Kontextmenü festgelegt.

Querverweise

Querverweise beziehen sich auf meist vorangegangene Textstellen, z. B. siehe Kapitel Formatvorlagen). Klickt man auf einen Querverweis, so gelangt springt der Cursor an die Textstelle, auf die verwiesen wird.


Querverweise anlegen

  1. Gehen Sie zu der Textstelle, auf welche verwiesen werden soll und markieren Sie diese!
  2. Klicken Sie im Menü auf EINFÜGEN-QUERVERWEISE!
  3. Es öffnet sich der Dialog „Feldbefehle“ mit 6 Seitenreitern.Sie landen automatisch auf dem Seitenreiter „Referenzen“.
  4. Suchen Sie mit (Tab) die Liste „Feldtyp“ und markieren Sie „Referenz setzen“.
  5. Im Eingabefeld „Name“ geben Sie den Text ein, der später auf die Referenz hinweist, z. B. siehe Kapitel 7.
  6. Klicken Sie auf „Einfügen“!
  7. Wechseln Sie mit (Alt+F6) zum Dokument und suchen die Textstelle, wo die Referenz eingefügt werden soll. Setzen Sie hier den Cursor!
  8. Kehren Sie mit (Alt+F6) wieder auf den Seitenreiter „Referenz“ zurück.
  9. Markieren Sie bei „Feldtyp“ „Referenz einfügen“!
  10. Wählen Sie in der Liste „Auswahl“ die Referenz aus, auf welche Sie sich beziehen wollen.
  11. Wählen Sie in der Liste „Format“ den Eintrag „Referenztext“ aus!
  12. Klicken Sie nun auf Einfügen!
  13. Schließen Sie das Fenster!

Querverweise anspringen

Während optisch ein Querverweis grau hinterlegt ist, wird er momentan weder angesagt noch in Braille markiert dargestellt.

Sie können lediglich aus dem Inhalt ableiten, wo er sich befindet.


Dennoch sind Querverweise navigierbar:

  1. Positionieren Sie den Cursor auf dem Querverweis!
  2. Ein linker Mausklick bringt Sie an die Stelle, auf die verwiesen wird.
  3. Um zurück zu gelangen, führen Sie einen Doppelklick auf das Referenzziel aus!

Querverweise löschen

Ein Querverweis besteht aus einem Start- und einem Zielpunkt.

Beim Löschen eines Querverweises, muss deshalb unterschieden werden, ob Referenzen (Startpunkte) oder Zielpunkte gelöscht werden sollen. Werden Referenzziele gelöscht, gehen andere Querverweise, die auf das selbe Ziel verweisen, verloren. Deshalb beschränken wir und hier auf das Löschen einzelner Querverweise.

Sie gehen Folgendermaßen vor:

  1. Positionieren Sie den Cursor auf dem Querverweis!
  2. Öffnen Sie mit (Shift+F10) das Kontextmenü und klicken Sie auf den Menüpunkt „Feldbefehl ...“.
  3. Es öffnet sich nun der Seitenreiter, den Sie auch zum Einfügen von Referenzen verwenden. Suchen Sie mit (Tab) das Eingabefeld „Name“. Hier steht momentan der aktuelle Referenztext. Heben Sie mit der Leertaste die Markierung auf! Das Feld „Name“ ist nun leer.
  4. Klicken Sie auf „ok“!
  5. Sie stehen jetzt mit dem Cursor an der Stelle, an der Sie sich vor dem Löschen befanden. Der Referenztext ist gelöscht.

Hyperlinks

Sie können in Ihrem Dokument Textteile als Link ins Internet bzw. auf andere Textstellen im Dokument und sogar auf externe Dokumente erstellen.

Hierzu gehen Sie Folgendermaßen vor:


  • Markieren Sie im Text das Wort, welches den Link darstellt, z. B. „SUE Homepage“!
  • Über das Menü EINFÜGEN–HYPERLINK öffnet sich der Dialog zum Erstellen des Links.
  • Unter „Sprungziel“ geben Sie die Web-Adresse ein!
  • Sie können in diesem Dialog auch andere Hyperlink-Typen auswählen, wie „E-Mail“.
  • Klicken Sie auf die Schaltfläche „Übernehmen“ und anschließend auf „Schließen“!
  • Markieren Sie den Linknamen und öffnen Sie mit (Shift+F10) das Kontextmenü!
  • Suchen Sie „Hyperlink öffnen“ und bestätigen Sie mit (Enter)!
  • Wenn Sie Netzzugang haben und die Web-Adresse erreichbar ist, öffnet sich Ihr Internet-Browser. Andernfalls wird eine Fehlermeldung ausgegeben.

Serienbriefe erstellen

Ein Serienbrief ist ein Schreiben, welches an mehrere Empfänger gesendet werden soll. Ein Rundschreiben an die Mitglieder eines Vereins ist ein Beispiel.

Alle Empfänger erhalten den gleichen Brief. Er unterscheidet sich lediglich durch die Empfängeradresse und die Anrede.


Zur Erstellung eines Serienbriefs sind zwei verschiedene Dateien notwendig:

Die Briefvorlage

Sie beinhaltet den gleichbleibenden Text und die so genannten Seriendruckfelder. Dabei handelt es sich um Platzhalter, welche im Serienbrief die Daten der Empfängeradressen aufnehmen.


Die Datenquelle

In der Datenquelle sind die Daten der Personen enthalten, die den Brief bekommen sollen. Sie besteht aus einer Tabelle in welcher jede Zeile in den jeweiligen Zellen die Daten eines Empfängers repräsentiert.

Die erste Tabellenzeile enthält die Überschriften (Spaltennamen). Über diese Spaltennamen wird der Serienbrief gesteuert und Inhalte zugeordnet.


Bei der Ausgabe des Serienbriefs werden automatisch die Platzhalter durch die entsprechenden Daten aus der Datenquelle ersetzt. Die Ausgabe kann wahlweise direkt auf den Drucker oder zunächst in Dokumente erfolgen, die anschließend ausgedruckt werden können.


Serienbriefe werden mit dem Assistenten erstellt. Die Erstellung besteht aus 8 Schritten, durch die Sie der Serienbrief-Assistent begleitet. Rufen Sie dazu den Menüpunkt EXTRAS-SERIENBRIEF-ASSISTENT auf.


Vorsicht:

Prinzipiell ist fast der gesamte Serienbrief-Assistent zugänglich.

Es scheint jedoch momentan Schwierigkeiten mit OpenOffice.org 3.0 zu geben.

Beim Testen traten Probleme mit dem Abspeichern und Bearbeiten der Datensätze auf.

Ausgangsdokument wählen

Schritt 1

Legen Sie im ersten Schritt fest, ob Sie das aktuelle Dokument als Briefvorlage nutzen oder ein anderes Dokument öffnen möchten.

Dokumenttyp wählen

Schritt 2

Bestimmen Sie im zweiten Schritt durch Aktivieren des entsprechenden Optionsfeldes, ob Sie einen Brief drucken oder E-Mails versenden möchten.

Datenquelle und Adressblock

Schritt 3

a) Datenquelle (Adressliste) einbinden oder erstellen

Klicken Sie im dritten Schritt auf die Schaltfläche „Adressliste auswählen...“, um eine Datenquelle einzubinden oder neu zu erstellen.

Es öffnet sich ein Dialog, in dem Sie entscheiden können, ob Sie die Adressen direkt eingeben möchten oder eine bestehende Adressen-Tabelle verwenden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit eine von Ihnen ausgewählte Liste um neue Adressen zu erweitern (Button „Hinzufügen...“).


Im Folgenden Beispiel soll eine neue Adressdatenbank erstellt werden.

Gehen Sie auf die Schaltfläche „Erstellen“.

Hier können Sie die Adressdaten eingeben. Zwischen den Feldern navigieren Sie mit (Tab).

Mit „Neu“ erstellen Sie einen neuen Kontakt.

Mit „ok“ wird die Eingabe aller neuen Kontakte abgeschlossen und der „Speichern“-Dialog öffnet sich.

Bitte beachten Sie, dass Sie rückwärts durch den Speichern-Dialog navigieren müssen (Shift+Tab), ansonsten bleiben Sie im Eingabefeld des Dateinamens hängen!

Bestimmen Sie Zielort und Dateiname für die Adressdatenbank und klicken Sie auf „Speichern“. Sie kehren zum Dialog von Schritt 3 zurück.

Über den Button „Filtern...“ können Sie einzelne Adressen in der Datenbank ausblenden. Über den Button „Bearbeiten...“ lassen sich die Kontakte ändern.

Mit „ok“ schließen Sie den Dialog.


b) Einen Adressblock einfügen

Durch Aktivieren des Kontrollfeldes „Dieses Dokument soll einen Adressblock erhalten“ wird im Dokument ein Adressblock eingefügt.

Es erscheinen die vorgesehenen Adressfelder, die Sie über die Schaltfläche „Mehr“ verändern können. Diese Liste ist für Screenreader derzeit noch nicht zugänglich!


c) Sollten Sie eine Datenquelle benutzen deren Spaltenüberschriften sich von den Standardnamen unterscheiden, müssen Sie über „Felder zuordnen ...“ festlegen, welche Spalten den Platzhaltern zugeordnet werden.

Über die Schalter „Adressblock des vorigen bzw. des nächsten Dokuments ansehen“ schalten Sie zwischen den angezeigten Adressen um (nicht barrierefrei).

Briefanrede erstellen

Schritt 4

Wenn Sie bisher noch keine Anrede in die Briefvorlage eingefügt haben, können Sie im vierten Schritt die entsprechenden Platzhalter einfügen.

Aktivieren Sie dazu das Kontrollfeld „Eine Briefanrede in das Dokument einfügen“. Schalten Sie über das Kontrollfeld „Personalisierte Briefanrede einfügen“ die personalisierte Anrede ein, und wählen Sie über die Listenfelder „Weiblich“ bzw. „Männlich“ die Formulierung für Frauen bzw. Männer aus.


Eventuell können Sie über das Listenfeld „Spaltentitel“ die Spalte ändern, die als Kriterium herangezogen wird oder tragen Sie einen Wert in das Feld „Feldinhalt“ ein, der als Unterscheidungsmerkmal genutzt wird.

Wenn sie in Ihrer Adresstabelle kein Feld für das Geschlecht vorgesehen haben, kann die Anrede nicht automatisch zugeordnet werden. Kontrollieren Sie die Einstellungen in der Vorschau!

Position von Adressblock und Anrede bestimmen

Schritt 5

Hier empfielt es sich, dass blinde Nutzer sich entweder sehende Hilfe holen, oder die angegebenen Vorlagen benutzen.


Anleitung für Sehbehinderte:

  • Wählen Sie im Listenfeld „Anischt“ die gewünschte Vergrößerung für die Vorschau aus, z. B. 50%.
  • Wenn Sie Fensterbriefhüllen nutzen, schalten Sie das Kontrollfeld „Am Text ausrichten“ aus und geben Sie die entsprechenden Werte nach DIN 676 manuell in die Felder „Von lins“ und „Von oben“ ein.
  • Verschieben Sie die Anrede mit Hilfe der Schaltflächen „Oben“ und „Unten“ je nach Platzbedarf.

Serienbriefvorlage bearbeiten

Schritt 6

  • Wählen Sie im nächsten Fenster mithilfe der Pfeilschaltflächen oder des Eingabefeldes einen Datensatz als Beispiel aus.
  • Klicken Sie auf die Schaltfläche „Dokument bearbeiten...“, um die Briefvorlage mit dem ausgewählten Datensatz zu öffnen.
  • Der Cursor wird unter der Anrede positioniert, und Sie können den weiteren Brieftext eingeben.
  • Formatieren Sie eventuell den Text, und fügen Sie ein Firmenlogo und einen Briefkopf ein.
  • Klicken Sie auf die Schaltfläche „Zurück zum Serienbrief-Assistenten“ oder Drücken Sie so oft (F6), bis Sie zum Serienbrief Assistenten zurückzuwechseln.
  • Durch Klicken auf die Schaltfläche „Weiter“ wird der Seriendruck durchgeführt, und je nach Anzahl der Datensätze werden die entsprechenden Seiten erzeugt.

Die einzelnen Serienbriefdokumente bearbeiten (personalisieren)

Schritt 7

Klicken Sie im nächsten Fenster auf die Schaltfläche „Individuelles Dokument bearbeiten...“, wenn Sie Änderungen auf Seiten von bestimmten Personen vornehmen möchten (z. B. einen persönlichen Satz einfügen).

Die Dokumente des Serienbriefs speichern und den Ausdruck starten

Schritt 8

  • Wählen Sie im achten Schritt das Optionsfeld „Ausgangsdokument speichern“ und betätigen Sie die Schaltfläche „Ausgangsdokument speichern“!
  • Geben Sie im folgenden Dialogfenster den Namen ein und bestätigen Sie mit „ok“!
  • Aktivieren Sie als Nächstes das Optionsfeld „Serienbriefdokument speichern“ und bestimmen Sie die Anzahl der Dokumente, wenn Sie nur bestimmte fertige Serienbriefe speichern möchten.
  • Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit „Dokument speichern“, geben Sie im folgenden Dialogfenster den Namen ein und bestätigen Sie das „ok“.
  • Schalten Sie die Option „Serienbriefdokument drucken“ ein.
  • Wählen Sie eventuell einen anderen Drucker aus, und beschränken Sie die Anzahl der Dokumente.
  • Starten Sie den Ausdruck durch Klicken auf die Schaltfläche „Dokument drucken“.
  • Schließen Sie den Seriendruck-Assistenten mit „Fertig stellen“.

Grafiken

Einfügen einer Grafik im Dokument

Setzen Sie den Cursor an die Stelle, an der die Grafik eingefügt werden soll.

Über EINFÜGEN–BILD–AUS DATEI... öffnet sich der Dialog zum Einfügen von Objekten. Wählen Sie die Bilddatei aus und bestätigen Sie mit „Öffnen“.

Die Grafik wird zentriert eingefügt.

Sie können der Grafik eine Bildunterschrift hinzufügen.

Markieren Sie den Abbildungstext und weisen Sie ihn der Formatvorlage „Abbildung“ zu.

Formatierung einer Grafik

Markieren Sie die Grafik und öffnen Sie mit (Shift+F10) das Kontextmenü.

Hier können Sie die Position der Grafik festlegen und ihr eine Beschriftung zuweisen. Diese erscheint dann im Abbildungsverzeichnis.

Ausdruck

Für die folgenden Ausführungen sollte ein Drucker installiert sein.

Über DATEI–DRUCKEN oder (Strg+p) erreichen Sie das Druckmenü.

Hier legen Sie fest, mit welchem Drucker gedruckt wird.

Zusätzlich können Sie einstellen, ob das ganze Dokument oder einzelne Seiten gedruckt werden sollen, des weiteren die Anzahl der Exemplare sowie den Sortiermodus.

Über die Schaltfläche „Eigenschaften“ öffnet sich ein Dialog, der je nach eingestelltem Drucker unterschiedlich aussehen kann. Hier können weitere Druckoptionen, wie z. B. Ausrichtung der Seite und Druckqualität, eingestellt werden.

PDF Dokumente

Allgemeines

PDF (Portable Document Format) ist ein plattformübergreifendes Dateiformat für Dokumente, das von der Firma Adobe Systems entwickelt und 1993 mit Acrobat 1 veröffentlicht wurde. Es dient zur Verbreitung von elektronischen Dokumenten.

Die Software Acrobat Reader ist für alle Betriebssysteme erhältlich und kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden. Der Reader dient ausschließlich zum Lesen.

PDF zeichnet sich dadurch aus, dass Navigationsmöglichkeiten durch die Dokumentstruktur vorhanden sind und Inhalte Passwort geschützt werden können.

Zusätzlich ist das Format sehr kompakt; vor allem Dateien, die viele Grafiken enthalten, werden sehr stark komprimiert.

Zum Ändern eines PDF Dokumentes sind spezielle nicht kostenfreie Editoren erforderlich.

Viele Textverarbeitungsprogramme, wie OpenOffice.org Writer bieten eine Export-Funktion ins PDF-Format an. So können Sie ihre Dokumente als PDF verbreiten, ohne dass die Inhalte verändert werden können.

Installation

Da der Acrobat Reader standardmäßig nicht in Ubuntu enthalten ist, muss er extra installiert werden. Sie benötigen für Linux den Acrobat Reader Version größer/gleich 8.0 als Debian-Paket (.deb). Ferner müssen Sie die Installation unter Root-Rechten durchführen. Wenn Sie das Paket heruntergeladen haben, sieht der Installationsvorgang Folgendermaßen aus:


  1. Öffnen Sie ein Terminal oder eine Konsole!
  2. Werden Sie Root bzw. sorgen Sie dafür, dass Sie Mitglied der Gruppe „sudo“ sind!
  3. Wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem sich das Paket befindet (cd ...)!
  4. Wenn Sie Root sind, geben Sie ein: dpkg -i paketname.deb
    Als Mitglied der Sudo-Gruppe geben Sie ein: sudo dpkg -i paketname.deb
    Danach bestätigen Sie jeweils mit (Enter).
    Anmerkung: Sudo erfragt Ihr Login-Passwort.
    Da der Paketname sehr lang und kryptisch ist, empfiehlt es sich, die „Auto-Complete-Funktion“ anzuwenden. Geben Sie beim Paketnamen nur die ersten drei Buchstaben ein und drücken Sie die Tab-Taste. Der Rest des Namens wird ergänzt.

Barrierefreiheit

Der Acrobat Reader stellt spezielle Funktionen zur Verfügung, die es einem Screenreader, z. B. Orca oder SUE, erlauben, den Dokumentinhalt barrierefrei aufzubereiten. Diese müssen nach der Installation zunächst aktiviert werden.

Unter BEARBEITEN-GRUNDEINSTELLUNGEN-EIN-/AUSGABEHILFE muss das Ankreuzfeld „immer Auswahl-Cursor der Tastatur anzeigen“ aktiviert sein.

Unter BEARBEITEN-GRUNDEINSTELLUNGEN-LESEN muss das Ankreuzfeld „Ausgabehilfe für Dokument aktivieren“ ausgewählt sein.

Zur Unterstützung von sehbehinderten-spezifischen Einstellungen stehen in den beiden erwähnten Dialogen weitere Optionen zur Verfügung.


Standardmäßig öffnet Ubuntu PDF-Dokumente mit dem „Evince Dokumentenbetrachter“. Dieser ist nicht zugänglich. Deshalb bietet es sich an, PDF-Dokumente automatisch immer mit dem Acrobat Reader öffnen zu lassen.


Führen Sie dazu folgende Schritte durch:

  1. Sorgen Sie dafür, dass sie ein PDF-Dokument zur Verfügung haben!
  2. Öffnen Sie „Nautilus“ mit (Alt+F1) und gehen Sie auf „Orte“!
  3. Suchen Sie die PDF-Datei und markieren Sie diese!
  4. Öffnen Sie mit (Shift+F10) das Kontextmenü und wählen „Eigenschaften“ (Pfeil hoch)!
  5. Wählen Sie auf dem Seitenreiter „Öffnen mit“ als Standardprogramm den Acrobat Reader und bestätigen Sie mit „ok“!

Von nun an werden alle PDFs automatisch mit dem barrierefreien Acrobat Reader und nicht mehr mit „Evince“ geöffnet.

Erstellen von PDF Dokumenten

Writer bietet im Menü die Funktion DATEI-EXPORTEIEREN ALS PDF... an.

Hierfür muss eine Java-Runtime Version (JRE) installiert sein.

Konsolenbeispiel als Benutzer „Root“:

apt-get install sun-java6.jre (enter)

Dieser Befehl installiert die JRE von Sun, sofern Ihr Computer mit dem Internet verbunden ist.


Wie barrierefrei das PDF-Ergebnis ist, hängt davon ab, wie viel Struktur das odt-Dokument enthält.

Formatvorlagen, automatisch erzeugte Verzeichnisse, Hyperlinks etc., werden beim PDF-Export übernommen. Somit stehen auch hier die selben Navigationsmöglichkeiten wie im Original zur Verfügung.


So erzeugen Sie ein PDF (Voraussetzung hierfür ist ein geöffnetes OpenOffice.org Writer-Dokument):


  1. Gehen Sie im Menü auf DATEI-EXPORTEIEREN ALS PDF...!
  2. Aktivieren Sie auf dem Seitenreiter „Allgemein“ das Ankreuzfeld „Tagged PDF“!
  3. Klicken Sie auf Exportieren!
  4. Wählen Sie Speicherort und Dateiname!
Persönliche Werkzeuge